donderdag 3 april 2014

Gotthold Ephraim Lessing – Jupiter und das Schaf

Jupiter und das Schaf ist eine Fabel von Gotthold Ephraim Lessing. Diese Fabel handelt von Jupiter und dem Schaf. Das Schaf lebte in einer spärlich bewachsenen Gebirgsgegend und war ständig auf der Flucht vor Feinden. An einem Sonntag beschloss das Schaf zum Himmelsgott zu wandern und ihn  um Hilfe zu bitten. Der Himmelsgott ,Jupiter,  gab zu das er das Schaf schutzlos geschaffen hatte und ihm darum helfen möchte. Das Schaf sollte selbst entscheiden, welche  Waffe er dem Schaf zu seiner Verteidigung geben sollte. Das Schaf dachte nach, als Jupiter zu ihm sagte:
„wenn du willst, dass andere dir keinen Schaden zufügen, so musst du gezwungener Weise selber schaden können“.
Dem Schaf wurde klar, dass es anderen nicht Schaden zufügen möchte. Das Schaf möchte doch lieber so bleiben, wie es ist.

Diese Erzählung ist eine typische Fabel, was man unter anderem an folgenden Punkten feststellen kann: Am Ende der Erzählung findet man eine Moral. Im Folgenden werde ich noch weitere Merkmale einer Fabel beschreiben, sodass richtig klar wird, dass es sich hier um eine Fabel handelt. Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht jedes Merkmal in einer Fabel vorkommen muss.

Typisch für eine Fabel ist das die Erzählung kurz ist, dass ist auch in Jupiter und das Schaf der Fall. Eine Fabel hat einen kurzen Anfang und ein kurzes Ende; sowie hier. Nur der Hauptteil ist etwas ausführlicher gestaltet. Die ersten Sätze bis zu dem Satz „an einem Sonntag beschloss das Schaf (…)“ umfasst den kurzen Anfang, danach beginnt der Hauptteil. Das Ende der Erzählung beginnt bei dem folgendem Satz: „Von dieser Stunde an klagte das Schaf nie mehr über sein Schicksal“.

Eine Fabel soll sowohl unterhalten, als auch belehren. Der letzte Aspekt äußert sich in einer Art Moral, die am Ende aus der Geschichte hervor geht.
Wie oben, wird auch hier (siehe Bild) die gleiche Moral beschrieben. In dieser Fabel ist es „bleib so wie du bist“.




 





„Bleib wie du bist, kleines Schaf!“ – die gleiche Moral wie in der Fabel: Jupiter und das Schaf.










In einer Fabel sind die Hauptprotagonisten Tiere oder Pflanzen, die bestimme menschliche Eigenschaften angenommen haben. Jedem Tier wird eine Charaktereigenschaft zugeschrieben. In Jupiter und das Schaf handelt es sich um Tiere. Dem Schaf wird die Charaktereigenschaft „ungefährlich und unschuldig“ zugeschrieben. So süß und unschuldig wie ein Schaf oder auch Lamm.

Die Autoren wollen mithilfe der Fabeln bestimmte Missstände in der Gesellschaft oder allgemeine Charaktereigenschaften der Menschen wie z. B. Egoismus, Geiz oder Gier kritisieren. In dieser Fabel handelt es sich um die einfache Frage, ob man sich zu einem Fein verändern kann. Wie bei dem Schaf das sich ändern möchte. Jedoch stellt das Schaf fest, dass es keinen anderen  Schaden zufügen möchte. Warum sollte das Schaf es also trotzdem machen? Man soll einfach so bleiben, wie man ist. Und nicht anders sein, weil andere Menschen so sind oder es erwarten.

Die Situation in der Fabel ist meistens auf einen Ort bezogen und geschieht innerhalb eines kurzen Zeitraums. Jupiter und das Schaf bezog sich nur auf einen Ort: In der bewachsenen Gebirgsgegend und geschieht ja auch in einem kurzen Zeitraum wie oben beschrieben.

Die Sprache: In einer Fabel muss sie immer verständlich sein. Der Autor verwendet die Er-Perspektive und verfasst die kurze Geschichte im Präteritum. Die Sprache in dieser Fabel ist auch ziemlich einfach zu verstehen. Dabei könnte ich noch hinzufügen, dass sie mittels eines Er-Erzähler erzählt wird, der Auktorial Neutral erzählt. Das Geschehen wird ohne Wertvorstellungen des Erzählers beschrieben und ist sehr Objektiv.

Durch die Beschreibung habe ich hoffentlich klar beschrieben, dass es sich hierbei um eine richtige Fabel handelt. Die Fabel hat mir richtig gut gefallen, ich glaube mich sprechen Fabeln auf jeden Fall an. Ich finde es schön, wie in Fabeln z.B. die Moral einer Gesellschaft beschrieben sein kann. Typische und kindliche Erzählungen können schöne Botschaften umfassen und vermitteln.

Diese Fabel kann ich nur weiter empfehlen, weil es meiner Meinung nach sehr wichtig ist, dass die Menschen bleiben wie sie sind und sich nicht von anderen zu einem „anderen sein“ drängen lassen.




Milena Moser - der Hund hinkt

„Sonntagmorgen. Spaziergang. Mutter, Vater, der Hund und ich. Und Rob natürlich auch. Der Hund hinkt“.

Mit diesem Text fängt diese Kurzgeschichte an; die wichtigsten Personen werden gleich zu Beginn erwähnt. Eine Kurzgeschichte über die Familie Röthlisberger. Die Familie, die jeden Sonntagmorgen zusammen einen Spaziergang macht. Aber wohin?

Die Erzählung wird aus der Sicht der Tochter der Familie erzählt. Der Ich-Erzähler, die Tochter, erzählt den Lesern was sie jeden Sonntagmorgen erlebt. Sie ist wahrscheinlich schon in der Pubertät und hat schon gelernt, dass sie manchmal das sagen muss, was ihre Mutter hören will. „Ich habe mir angewöhnt zu sagen, was sie hören will, das ist am einfachsten so. Für alle am einfachsten“.  Im Laufe der Geschichte wird klar, wie die Verhältnisse der Familie sind. Der Ich-Erzähler – die Tochter – ist ein unsicheres Mädchen in der Pubertät. Ziemlich eifersüchtig auf das Aussehen ihrer Mutter. Die Mutter ist die dominanteste in der Familie. Bei den wöchentlichen Spaziergängen läuft sie auch immer voraus. Der Vater, nur auf der Arbeit dominant, wird von der Mutter untergraben. Der Vater der nur für den Hund da war, als der Hund angefahren wurde. Seit dem Unfall hinkt der Hund. Auch der Vater hat ein krummes Bein, einen schwachen Fuß, der die Belastung nicht mehr trägt.
Die Charakterisierung der Figuren habe ich auf dieser Weise kurz beschrieben, jedoch fehlt noch eine Figur: Rob.

„Rob Röthlisberger
Zehn Jahre alt.
Gott hat ihn zu sich geholt.
Ich glaube nicht, dass Gott etwas damit zu tun hatte. 
Es war der Krebs“.





Am Ende der Geschichte wird deutlich, dass Rob schon vor langer Zeit an Krebs gestorben ist. Das ist der Grund, warum die Familie jeden Sonntag zusammen spazieren geht. Jeden Sonntag kommt die Familie aus einer anderen Richtung, einen anderen Weg, vor dem Grab von Rob zusammen.

Ich finde es schön, dass der Leser den Grund des Spaziergangs, erst am Ende erfährt. Die Spannung der Geschichte bleibt bis zum Ende erhalten. Das es sich hierbei um eine traurige Geschichte handelt, wird dem Leser jedoch schnell vermittelt.

Bei dieser Geschichte, finde ich die Erzählperspektive richtig interessant. Der Autor hat immer unterschiedliche Mittel verwendet, um den Inhalt dieser Geschichte zu vermitteln. Eine wichtige Position nimmt dabei der Erzähler ein, der mit dem Autor nicht verwechselt werden darf. Der Erzähler kann eine Geschichte aus ganz unterschiedlichen Sichtweisen, Erzählperspektiven, wiedergeben. Die Erzählsituation bei dieser Geschichte ist die „Ich-Erzählsituation“, wo der Ich-Erzähler die Handlung als Beteiligter erzählt und überwiegend aus seiner Sicht. Der Erlebte Ich-Erzähler, in dieser Geschichte ein Mädchen, schildert den Lesern was sie auf den wöchentlichen Spaziergängen erlebt, was geschieht und wie es zu diesem Ritual gekommen ist.

Zusätzlich zu der Ich-Erzählung werden auch ‚Dialoge‘  zum Beispiel zwischen dem Vater und der Mutter beschrieben, aber immer aus Sicht des Ich-Erzählers. Somit ist die Ich Erzählerin immer dabei. Beispiel:

»Ich habe einen Liebesbrief bekommen«, erzähle ich. »Von Harry.«
»Harry wie noch?«
»Harry Schneebleli.«
»Kenn ich nicht.«
Vater kennt alle Leute im Ort, oder zumindest alle, die er für wichtig hält.“ (…)

Ich glaube, dass das Beispiel hier nicht nur die Dialogform des Texte zeigt, sondern auch die Ich-Erzählperspektive. Ich finde die Geschichte richtig gut erzählt. Ich meine, die Ich-Erzählung ist wichtig in der Geschichte. Man kann dass, als Leser, unterschiedlich interpretiere.

Ich finde die Geschichte sehr berührend und tief gehend. Sie erzählt auf eine melancholische Art und Weise wie eine Familie mit dem Verlust eines Familienmitgliedes umgeht. Dabei schafft es die Autorin die aufkommenden Probleme in so einer Situation klar herauszustellen und verleiht den Figuren eine ganz persönliche Note, die für den Leser gut zu fassen sind und mit denen man sich identifizieren kann. Auch die emotionale Seite wird gut dargestellt, sodass der Leser die Chance hat sich hineinzuversetzen und mitzufühlen.